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Beliebte Einstiege

KI sicher und verantwortungsvoll einsetzen

Gute KI-Lösungen verstecken Unsicherheit nicht. Sie machen Grenzen sichtbar und legen fest, wer prüft, entscheidet und eingreift.

Sicherer Einsatz

Fehler lassen sich nicht allein mit einem besseren Prompt verhindern. Ein verantwortlicher Einsatz verbindet geeignete Aufgaben, repräsentative Tests, begrenzte Rechte, transparente Quellen und klare Zuständigkeiten.

Nach diesem Bereich wissen Sie

  • warum plausibel klingende falsche Antworten entstehen

  • wo systematische Verzerrungen entstehen und wie sie geprüft werden

  • welche Rolle Tests, Monitoring und menschliche Freigabe spielen

  • wie Mitarbeitende Unsicherheit erkennen und richtig reagieren

Fragen für einen verantwortlichen Einsatz

Diese Fragen helfen, aus einem Begriff eine konkrete betriebliche Einordnung zu machen.

  • Welche Fehler sind möglich und welche Folgen hätten sie?

  • Wie werden falsche oder nicht belegte Ergebnisse vor der Nutzung erkannt?

  • Wer prüft, überwacht und entscheidet bei Änderungen oder Vorfällen?

Artikel

Warum halluziniert KI?

Eine KI-Halluzination ist eine plausible, aber falsche oder nicht durch die verfügbaren Quellen gestützte Ausgabe eines generativen Modells.

  • Halluzinationen entstehen aus der Funktionsweise generativer Modelle und lassen sich nicht vollständig wegprompten.
  • Quellen, RAG, strukturierte Daten und klare Antwortgrenzen können das Risiko senken.
  • Die nötige Kontrolle hängt von Fehlerfolge und Verwendung ab, nicht davon, wie überzeugend die Antwort klingt.
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Was sind Evals und wie misst man KI-Qualität?

Evals sind strukturierte Prüfungen, bei denen eine KI-Lösung mit repräsentativen Testfällen ausgeführt und anhand festgelegter Kriterien bewertet wird. So wird sichtbar, wie zuverlässig sie eine konkrete Aufgabe erfüllt und wo ihre Grenzen liegen.

  • Evals prüfen eine konkrete Anwendung in ihrem vorgesehenen Einsatz – nicht nur das zugrunde liegende Modell.
  • Gute Testfälle bilden häufige Aufgaben, schwierige Randfälle und relevante Risiken aus dem Arbeitsalltag ab.
  • Qualität besteht aus mehreren Kriterien wie Richtigkeit, Vollständigkeit, Quellenbezug, Sicherheit, Laufzeit und Kosten.
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Bias bei KI erkennen und prüfen

Bias bei KI bezeichnet systematische Verzerrungen, durch die Ergebnisse für bestimmte Fälle, Situationen oder Personengruppen weniger zuverlässig, nützlich oder fair ausfallen. Solche Verzerrungen können im gesamten Lebenszyklus entstehen – von Problemdefinition und Datenerhebung über Modell und Schwellenwerte bis zu Nutzung, Überwachung und Rückkopplung im Betrieb.

  • Bias entsteht nicht nur durch einseitige Trainingsdaten, sondern auch durch Ziele, Labels, Stellvertretermerkmale, Schwellenwerte und Prozesse.
  • Eine hohe Gesamtgenauigkeit kann grosse Fehlerunterschiede zwischen relevanten Gruppen verdecken.
  • Es gibt keine universelle Fairnessmetrik: Die passende Messung hängt vom Anwendungsfall und von den Folgen verschiedener Fehler ab.
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Was ist Prompt Injection – und wie begrenzt man das Risiko?

Prompt Injection ist der Versuch oder unbeabsichtigte Effekt, das Verhalten eines Sprachmodells durch manipulierte Eingaben zu verändern, sodass es ursprüngliche Regeln missachtet, Daten offenlegt oder nicht vorgesehene Aktionen vorschlägt beziehungsweise ausführt.

  • Direkte Prompt Injection kommt aus der Eingabe einer nutzenden Person.
  • Indirekte Prompt Injection steckt in gelesenen E-Mails, Webseiten, Dokumenten, Bildern oder Tool-Ergebnissen.
  • RAG, Fine-Tuning und ein strenger Systemprompt beseitigen das Grundrisiko nicht vollständig.
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Was leisten Guardrails und Inhaltsfilter?

Guardrails sind technische und organisatorische Kontrollen, die unerwünschte Inhalte, sensible Daten, Angriffe oder unzulässige Aktionen erkennen, markieren, verändern oder blockieren. Inhaltsfilter sind eine spezifische Guardrail-Art für Ein- und Ausgaben.

  • Filter können Kategorien wie Gewalt, personenbezogene Daten, verbotene Themen oder Prompt-Angriffe erkennen.
  • Schwellenwerte erzeugen immer eine Abwägung zwischen übersehenen Risiken und fälschlich blockierten legitimen Fällen.
  • Guardrails müssen an Aufgabe, Sprache, Nutzergruppe und Fehlerfolgen angepasst und getestet werden.
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Wann braucht KI eine menschliche Prüfung oder Freigabe?

Menschliche Prüfung ist nötig, wenn ein KI-Fehler erhebliche Auswirkungen haben kann, schwer rückgängig zu machen ist oder Rechte und Interessen von Menschen betrifft. Eine Freigabe ist nur wirksam, wenn die Person informiert, befugt und nicht zum automatischen Bestätigen gedrängt ist.

  • Der erforderliche Grad menschlicher Kontrolle richtet sich nach Wirkung und Umkehrbarkeit einer Entscheidung oder Aktion.
  • Eine Person muss relevante Eingaben, Quellen, Unsicherheit und geplante Folgen sehen können.
  • Hohe Fallzahlen, Zeitdruck und monotone Bestätigungen erzeugen Automation Bias und Scheinkontrolle.
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Wie überwacht und protokolliert man KI-Anwendungen?

KI-Monitoring erfasst und bewertet technische Leistung, Ergebnisqualität, Daten- und Tool-Nutzung, Sicherheitsereignisse sowie menschliche Rückmeldungen. Protokolle liefern dafür nachvollziehbare Ereignisse, ohne unnötig sensible Inhalte dauerhaft zu speichern.

  • Monitoring braucht vorab definierte Normalwerte, Grenzwerte und Verantwortliche für Reaktionen.
  • Ein vollständiger Fall verbindet Nutzerkontext, Modell- und Promptversion, Quellen, Tools, Guardrails und Ergebnis.
  • Prompts und Antworten können sensible Daten enthalten und dürfen nicht ungeprüft in Logs landen.
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Wie reagiert man auf Fehler und Sicherheitsvorfälle mit KI?

Bei einem KI-Vorfall wird zuerst die mögliche Wirkung begrenzt, dann werden Beweise und betroffene Versionen gesichert, Ursachen sowie Betroffene ermittelt und erst nach dokumentierter Korrektur und erneuter Prüfung kontrolliert wieder freigegeben.

  • KI-Vorfälle umfassen Sicherheit, Datenschutz, Qualität, unerwartete Wirkung und Abhängigkeiten von Drittanbietern.
  • Das Team braucht vorab erreichbare Rollen, Einstufungskriterien und technische Möglichkeiten zum Stoppen oder Begrenzen.
  • Modell-, Prompt-, Daten-, Guardrail- und Tool-Versionen sind für die Untersuchung zentral.
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Was ist Shadow AI – und wie geht ein Unternehmen damit um?

Shadow AI ist die Nutzung von KI-Diensten, Modellen, Browser-Erweiterungen oder Integrationen ohne Wissen, Prüfung oder Kontrolle der zuständigen Unternehmensstellen.

  • Shadow AI ist häufig ein Hinweis auf einen echten Arbeitsbedarf und fehlende freigegebene Alternativen.
  • Risiken entstehen durch unbekannte Datenflüsse, Vertragsbedingungen, Training, Aufbewahrung und Zugriffsrechte.
  • Unternehmen brauchen Sichtbarkeit und verhältnismässige Regeln statt pauschaler Überwachung aller Inhalte.
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Was bedeutet Red Teaming bei KI?

AI Red Teaming ist ein strukturiertes, adversariales Testverfahren, bei dem Fachleute ein KI-System unter kontrollierten Bedingungen angreifen oder missbrauchen, um Sicherheitslücken, unerwünschtes Verhalten und bislang unbekannte Risiken zu entdecken.

  • Red Teaming sucht kreativ nach Schwachstellen, während normale Evals bekannte Anforderungen wiederholbar messen.
  • Der Umfang umfasst Modell, Anwendung, Identität, Daten, Retrieval, Tools, Infrastruktur und menschlichen Prozess.
  • Tests brauchen klare Regeln, sichere Umgebungen, erlaubte Ziele und einen verantwortlichen Umgang mit gefundenen Daten.
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